Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs auf dem US-Markt
In Deutschland eventuell Zulassung ab 2007
In einer Kooperation des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg und dem US-amerikanischen National Institute of Health wurde der Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs entwickelt und zunächst in den USA unter dem Handelsnamen „Gardasil“ zugelassen.
Der Impfstoff schützt vor den für Gebärmutterhalskrebs verantwortlichen humanen Papillomviren (HPV) sowie vor Vaginal- und Vulvakarzinomen und Genitalwarzen. Die Infektion mit den Viren erfolgt beim Geschlechtsverkehr – hauptsächlich bei Frauen mit häufig wechselnden Sexualpartnern.
Der Impfstoff ist somit gegen die beiden wichtigsten krebserregenden Typen HPV16 und HPV18 gerichtet sowie gegen die Genitalwarzen (Condylomata acuminata) verursachenden Typen HPV6 und 11. Er schützt vor rund 70 Prozent aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs. „Er wurde in klinischen Studien an rund 25.000 Frauen getestet und konnte HPV16- bzw. HPV18-assoziierten Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs hundertprozentig vorbeugen.“, so Sprecher des DKFZ. In Deutschland wird der Impfstoff voraussichtlich Anfang nächsten Jahres zugelassen und von Sanofi Pasteur MSD GmbH vertrieben.
Nach Brustkrebs stellt Gebärmutterhalskrebs die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache junger Frauen zwischen 15 und 44 Jahren dar. Die Impfung erfolgt per Injektion und ist zunächst für Mädchen und Frauen zwischen neun und 26 Jahren zugelassen. Eine Erweiterung der Zulassung auf ältere Frauen und möglicherweise auch auf Männer (als Überträger der Viren) wird noch geprüft.
Weitere Informationen erhalten Sie auf den Internetseiten des DKFZ unter www.dkfz.de.
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Impfstoff Gebärmutterhalskrebs (PDF, 18KB)