Aktuelles Arbeits- und Gesundheitsschutz Deutschland bei der gesetzlichen Prävention weiter voranbringen

Deutschland bei der gesetzlichen Prävention weiter voranbringen

[Quelle: DGUV] Der gesundheitlichen Prävention müssen auch Politik und Unternehmen einen höheren Stellenwert einräumen. Sonst könnten die Alterung der Gesellschaft, die wachsende soziale Spaltung und die Zunahme chronischer Erkrankungen dazu führen, dass Deutschland im europäischen Vergleich bei Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität zurückfällt. Darauf weisen der AOK-Bundesverband, der BKK-Bundesverband und die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung anlässlich ihrer europäischen Konferenz "Gesundheit und soziale Sicherheit im Lebenszyklus" hin. Mit der Konferenz wollen die drei Institutionen Wege erörtern, um eine gesundheitsfördernde Gesamtpolitik zu gestalten.

Viele EU-Staaten - vor allem die skandinavischen Länder - haben in den vergangenen Jahren der Vorbeugung von Krankheiten eine hohe Priorität in ihrer Politik eingeräumt. Denn europaweit wachsen die Herausforderungen, denen sich die Gesundheitssysteme gegenüberstehen. Fast 60 % der Krankheitslast wird in Europa durch eine Gruppe von sieben Risikofaktoren verursacht. Dazu gehören zu hoher Blutdruck, Tabak-, Alkoholkonsum, Fehlernährung und Übergewicht, hohes Blutcholesterin sowie Bewegungsmangel und schädliche körperliche Belastungen. Die dadurch verursachten Krankheiten sind mit medizinischen Mitteln allein jedoch kaum wirksam zu bekämpfen. Viele Länder konzentrieren sich daher darauf, ihre Entstehung zu verhindern, indem sie ihre Bevölkerung aufklären und Prävention in alle Bereiche des Lebens einbinden - von der Bildung bis zur betrieblichen Gesundheitsförderung - sowie in die Gesetzgebung, z.B. beim Nichtraucherschutz.

In Deutschland wenden die gesetzlichen Krankenkassen jedes Jahr mehr als 4 Milliarden Euro auf, um Krankheiten vorzubeugen. Und auch die Berufsgenossenschaften und die Unfallkassen investieren mehr als 800 Millionen Euro - insgesamt 7,6 % ihrer gesamten Aufwendungen, um vorzubeugen. Trotzdem betreibt bislang z.B. nur ein kleiner Prozentsatz an Unternehmen ein erfolgreiches betriebliches Gesundheitsmanagement.

"Tatsächlich sind wir in Deutschland von einer flächendeckenden Gesundheitsförderung und Prävention noch weit entfernt", erklärt Dr. Hans Jürgen Ahrens, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes. Krankenkassen und Unfallversicherungsträger führten zwar viele erfolgreiche Projekte durch, diese entfalteten jedoch in der Regel lokale Wirkung.

Den vollständigen Artikel können Sie auf der Internetseite der DGUV (www.dguv.de) nachlesen.
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