Aktuelles Arbeits- und Gesundheitsschutz Zahl der Berufskrankheiten-Todesfallzahlen im Jahr 2007 leicht rückläufig

Zahl der Berufskrankheiten-Todesfallzahlen im Jahr 2007 leicht rückläufig

Der Bericht der Bundesregierung informiert über den Stand von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und über das Unfall- und Berufskrankheitengeschehen im Jahr 2007 sowie über entsprechende Trends und Entwicklungen. Die Anzahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle hat sich im Berichtsjahr leicht erhöht. Bezieht man aber die erheblich gestiegene Erwerbstätigenzahl ein und berechnet Unfallquoten je 1.000 Vollarbeiter, ergibt sich ein positives Bild, das dem langjährigen Trend folgt. So sind die Arbeitsunfallquoten weiter gesunken. Erfreulicherweise gilt dies in besonderem Maße auch für die tödlichen Arbeitsunfälle. Diese erreichen nach dem leichten Anstieg im Vorjahr einen neuen historischen Tiefststand (812 Unfalltote). Leider zeigen sich diese positiven Entwicklungen nicht bei allen Berufsgenossenschaften. So ist z. B. die ohnehin auf hohem Niveau liegende Unfallquote für meldepflichtige Arbeitsunfälle je 1.000 Versicherte in der Berufsgenossenschaft Metall wie bereits im Vorjahr weiter angestiegen. Auch die Gesamtquote für die gewerblichen Berufsgenossenschaften steigt seit 2005 leicht an. Bei den Wegeunfällen setzt sich der Trend sinkender Unfallzahlen und -quoten hingegen weiter fort. Das Berufskrankheitengeschehen zeigt ähnliche Schwerpunkte und Entwicklungen wie im Vorjahr. Die Zahl der Verdachtsanzeigen bleibt annähernd konstant. Bei anerkannten
Berufskrankheiten, neuen Rentenfällen und Todesfällen Berufserkrankter mit Tod infolge der Berufskrankheit sind deutliche Rückgänge zu verzeichnen. Bei den durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeitstagen je Versichertem ist ein leichter Anstieg zu sehen. Während im Vorjahr 98 Fälle pro 100 Versicherte zu verzeichnen waren, sind dies im Berichtsjahr nunmehr 103. Die durchschnittliche Falldauer steigt ebenfalls leicht (2006: 11,5; 2007: 11,7).
Der Bericht zeigt, dass das erreichte hohe Niveau von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, u. a. zu erkennen an sinkenden Unfall- und Berufskrankheitenzahlen, in Deutschland gehalten und weiter ausgebaut wurde. Die statistischen Zahlen dieses Berichtes geben darüber hinaus Ansatzpunkte für weitere Verbesserungsmöglichkeiten, z. B. bei Arbeits- und Arbeitszeitbedingungen.

Den kompletten Bericht können Sie bei der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (http://de.osha.europa.eu/statistics/statistiken/suga/ ) nachlesen oder herunterladen.

Quellen: BMAS, Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz
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